[02.02.2020] „Treffpunkt ist dann um 7:00 Uhr an der Ballsporthalle!“ Nach dieser Nachricht sind den Jungs erst mal die Augen rausgefallen. Doch das Spiel wurde vom BHV auf Sonntag, 09:00 Uhr in München beim TSV Allach gelegt. Wie sich rausstellte, war die Pufferzeit jedoch dringend notwendig, da die Hallenadressen irgendwie vertauscht wurden und wir versehentlich zur Halle des SV München Laim gefahren sind… glücklicherweise brauchte man nur eine Viertelstunde zur richtigen Halle. Durch einige Ausfälle hatten wir zusätzlich noch Personalschwierigkeiten und insgesamt nur drei Rückraumspieler mit dabei, wodurch zum Teil auch unsere Kreisläufer und Außenspieler gezwungen waren, auf halb links auszuhelfen. Doch nun von Beginn an:

Die Jungs ließen sich von der Hektik beim Aufwärmen nicht beirren und legten einen guten Start hin. Zwar waren die Gastgeber, die zwei sehr große, zweikampfstarke Spieler in Rückraum stehen hatten, von Anfang an in Führung, doch die Jungs kämpften sich nach zehn Minuten wieder auf 5:4 ran. Daraufhin bauten die Münchner ihren Vorsprung auf drei Tore aus, den die Jungs nach der Verschnaufpause in der Auszeit gut halten konnten. Jedoch führten einige technische Fehler im Angriff und die daraus resultierenden Gegenstöße letztlich zu einem Halbzeitstand von 16:10 für die zweite Mannschaft des TSV Allach. Gut gelaunt ging man in die Kabine und motivierte sich gegenseitig für die zweite Hälfte.

Doch, wie schon in einigen Spielen zuvor, waren die Jungs nach der Pause wie ausgewechselt. Keine Gegenwehr in der Abwehr und Standhandball im Angriff machten der Heimmannschaft das Spiel leicht. Nach nur sieben Minuten stand es plötzlich 28:13. In der Auszeit nochmal wach gerüttelt hielten die Jungs zumindest in der Abwehr dagegen, bis uns jedoch der schnelle Rückraum links vom TSV Allach einen Strich durch die Rechnung machte und zweimal hintereinander eine Zeitstrafe gegen den Verteidiger rausholte, der dann leider von der Seite oder von hinten „an ihm dran hing“. Witziger Weise schien die Unterzahl die Jungs zum Kämpfen zu animieren, da von da an auf einmal die einfachen Tore gemacht wurden, indem man den Zweikampf gewann und durchging. Vor allem Moritz gelang das auf Außen sehr gut (5 Tore als eigentlicher D-Jugendspieler sprechen für sich) und auch der Rückraum konnte entweder verwandeln oder einen Siebenmeter herausholen. Auch hier zeigte sich, wenn man einfach in die Lücken stößt und „dahin geht, wo es weh tut“, dass sich gute Chancen und/oder zwei Minuten für den Gegner ergaben, der zwischenzeitlich in doppelter Unterzahl spielen musste.

Letzten Endes haben sich die Jungs das Spiel in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit selbst verbaut und gaben das Spiel mit 36:24 ab. Natürlich stört es, dass man wieder einmal in alte Muster verfallen ist und den Start der zweiten Hälfte verschläft, dennoch sind deutliche Fortschritte zu erkennen. In der ersten Halbzeit und der Schlussphase legten die Jungs eine sehr gute Leistung hin, ähnlich zum letzten Spiel. Die Abwehr funktioniert immer besser und auch im Angriff spielen sie immer mehr mit Köpfchen. Auch unsere beiden Neuzugänge Luka und Marco verbessern sich auf ihren jeweiligen Positionen von Spiel zu Spiel, sodass die Trainer guter Dinge für die nächsten Spiele und vor allem für die nächste Saison sind. [tg]

Für Gaimersheim spielten:

Luka (TW), Bennet (TW, Kreis), Jonas, Moritz, Jannes, Maxi, Philip, Daniel, Marco, Tim W., Colin