[24.3.19] Mit dem Eichenauer SV reiste der souveräne Tabellenführer nach Gaimersheim zu einem vermeintlich ungleichen Duell "Erster gegen den Letzten". Erst seit der Weihnachtspause sind unsere Gaimersheimer Jungs richtig in der B-Jugend angekommen und konnten zuletzt gegen Schwabmünchen auch ihren ersten Sieg in dieser Saison einfahren. Die Erwartungshaltung gegen Eichenau war daher eher bescheiden. Nach einem Jahr B-Jugend mit vielen eigentlich noch C-Jugendlichen geht der Blick vor allem nach vorn auf die nächste Saison. Der Gast war mit einem dünnen Kader von gerade mal 6 Feldspielern und einem Torwart angereist. Demgegenüber konnten die Gastgeber aus dem Vollen schöpfen. Die Favoritenrolle war dennoch klar bei Eichenau – auch mit körperlichen Vorteilen. Der Spielbeginn gestaltete sich zunächst durchaus erfreulich. Die Gäste konnten Ihre körperliche Überlegenheit gegen eine grundsolide Abwehr nicht ausspielen und spielerisch konnte der vermeintliche David gegen Goliath sogar in Führung gehen. Nach knapp 13 Minuten führten die Hausherren plötzlich mit 9:7. Es folgte ein schneller Tempogegenstoß von Gaimersheim mit bösem Ende. Egal ob es nun ein Foul des Gegenspielers oder ein Hängenbleiben war, Gaimersheims Basti verdrehte sich ganz unglücklich das Knie und verletzte sich. Er musste schließlich mit dem Krankenwagen in die Klinik gebracht werden. Von dieser Seite: Gute Besserung, liebe Bastian! In der Folge war die Mannschaft erst einmal geschockt. Bis zur ersten Auszeit in der 20. Minute lag man plötzlich mit 10:12 zurück und in der Folge konnten die Eichenauer ihre Führung zu einem Halbzeitstand von 17:22 ausbauen.

In der zweiten Halbzeit versuchte das Trainergespann Holger Meier und Siggi Oppel dann mit ein paar Umstellungen und Einwechslungen das Spiel wieder zu drehen. Und wer den Gastgeber schon aufgegeben hatte wurde eines Besseren belehrt. Ab der 35. Minute hatten die Gaimersheimer eine ganz starke Phase und kämpften sich wieder ins Spiel. Nachdem es in der 46. Minute plötzlich nur mehr 26:27 stand und die Hausherren einen richtigen Lauf hatten, nahm Eichenau erstmal eine Auszeit. Sollte der Favorit seinem schmalen Kader doch noch Tribut zollen müssen? Das Spiel jedenfalls stand auf der Kippe und schon das aufgrund der Vorbedingungen eine echte Sensation! Die nächsten Minuten blieb es eng. Abwechselnd Tore auf beiden Seiten. In der 45. Minute scheiterte der Gaimersheimer Versuch eine Auszeit zu nehmen unglücklich und in den Schlußminuten drehten plötzlich die Gäste aus Eichenau noch einmal auf. Spielerisch wurde es etwas hektisch und am Ende hatte der Gast wieder mit 29:34 die Nase vorn. Etwas zu hoch vielleicht, aber neben dem Pech landeten auf Gaimersheims Seite auch der eine oder andere lange Pass im Aus oder Bälle wurden zu leicht hergeschenkt.

Wenn anfangs der eine oder andere befürchtet hatte, die Jungs könnten „abgeschlachtet“ werden, dann war dies keineswegs der Fall. Die mB kann nach dieser schmerzlichen Niederlage erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Der positive Trend der letzten Spiele hat sich wieder bestätigt und lässt aufhorchen. Allerdings zahlten die Jungs mit dem Verlust von Basti einen hohen Preis. Wir hoffen alle, dass er schon bald wiederkommen kann. Unter den Gaimersheimer Torschützen ist vor allem Luis hervorzuheben und dann auch noch Lucas. Niklas, der zuletzt im Tor überzeugte, durfte sich in der zweiten Halbzeit auf dem Feld beweisen und seine Ansätze machen Lust auf mehr. Der Gaimersheimer Kader kam insbesondere in der zweiten Halbzeit verstärkt in der Breite zum Einsatz – ohne dass dies dem Spielfluß Abbruch geleistet hätte. Alles in allem eine sehr unglückliche Niederlage mit einem schmerzhaften Ausgang vor allem für einen unserer Gaimersheimer Jungs.

Noch eine Randbemerkung zum Schluß: Bemerkenswert auch die beiden jungen Schiedsrichter aus Scheyern. Beide spielen selber noch in der B-Jugend Handball und hatten zuvor noch nie so hoch gepfiffen. Sie hatten ihren eigenen Stil und ließen (allerdings konsequent) relativ viel laufen, wenn auch nicht immer mit dem Ausgang, den sich die Gastgeber gewünscht hätten. Angesichts dessen den höchsten Respekt für ihr Engagement und ihren Einsatz. Sie ließen sich nicht den Schneid abkaufen und blieben souverän, egal ob man bei jeder einzelnen Entscheidung ihrer Meinung war oder nicht. Ohne einen solchen Einsatz geht es auch im Breitensport nicht. Und ohne Schiedsrichter wird kein Spiel angepfiffen.[bs]

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