Damit sind jedoch nicht die einheimischen Vierbeiner gemeint, sondern die Handballer des TSV Gaimersheim. Die haben sich nämlich den Wolf als neues tierisches Maskottchen zugelegt.

Beim Sommerfest im September 2019 nahm mit einem Malwettbewerb für die Kinder und einer Idee alles seinen Anfang. Diese wurde über die nächsten Monate immer konkreter, bis dann das Logo in seiner heutigen Form entstand.

Doch nicht nur der Wolf ist neu und begeistert die Handball-Familie des TSV Gaimersheim. Es sind auch noch drei Teaser-Videos entstanden, die die Spannung bis zur Veröffentlichung des Logos immer weiter steigerten (Instagram: gaimersheimer_woelfe).

Für die Gaimersheimer Handballer steht der Wolf nicht nur für Kampfstärke und Willenskraft, sondern vor allem auch für sein Rudelverhalten und den Zusammenhalt in der Wolfsfamilie. So soll das Logo den Kindern und Jugendlichen über den Handball hinaus  eine Identifikationsmöglichkeit bieten.

Natürlich hat auch der Handball-Sport unter der Corona-Krise gelitten. Die Vorbereitung und der Spielbetrieb standen plötzlich unter ganz anderen Vorzeichen. Durften die Sportler anfangs nur ohne Körperkontakt trainieren, hat sich der Sport selbst (zumindest in definierten Trainings- und Spielgruppen) wieder weitgehend normalisiert. Das Drumherum jedoch hat sich mit den Hygienekonzepten doch sehr stark verändert. Maskenpflicht abseits der Platte, Lüften und Desinfektion sind nur ein paar Stichworte. Gleichzeitig standen Corona-bedingt nicht alle Hallen zur Verfügung. „Große Herausforderungen auch für ein Wolfsrudel“, heißt es dazu aus der Abteilungsleitung.

So lange es die sommerlichen Temperaturen zuließen, wurden zunächst viele Trainingseinheiten ins Freie verlegt. Gemeinsam hat die männliche A-Jugend mit den Erwachsenen den Beach-Handballplatz auf Vordermann gebracht. Und auch mannschaftsweise konnten die jungen Gaimersheimer Wölfe erste gemeinsame Aktionen über den Sport hinaus miteinander unternehmen, bis hin zu einem Corona-konformen Trainingslager der Herren.

Trotz des guten Zusammenhalts im „Wolfsrudel“ sieht die Abteilungsleitung für die kommende Saison aber noch eine ganze Reihe Fragezeichen: Auch die Gaimersheimer Wölfe haben in der Corona-Pause einzelne Spieler verloren, die Spielerdecke in einigen Mannschaften wird damit dünner. Aufgrund der Pandemie werden jedoch viele Helfer benötigt, die beim Umsetzen der Spieltage helfen (Einlasskontrolle, Desinfizieren der Kabinen, Bänke, etc.).

„Die Sportler und Zuschauer sollen sich bei uns sicher fühlen, so dass sie auch weiterhin ihrem Lieblingssport nachgehen können", lautet der Grundsatz der Abteilungsleitung.

Einig ist man sich auch, dass sich die Gaimersheimer Handballer mit ihrer Arbeit im Kinder- und Jugendbereich längst erfolgreich in der Region einen Namen gemacht hätten und weiterwachsen wollten. Bei den Mädchen könne und wolle man noch zulegen. Eine eigene Damenmannschaft soll in naher Zukunft auch wieder entstehen. Nachdem es im Herrenbereich zeitweise keine Mannschaft gab, ist diese längst wieder etabliert.

Seit vorletzter Woche ist nun die neue Handballsaison gestartet. In Gaimersheim hatte zunächst die männliche D-Jugend ihren Einsatz, ehe am letzten Sonntag die männliche C-Jugend im kleinen Kreis das Hygienekonzept testen konnte. Bei aller Begeisterung ist für die Abteilungsleitung trotzdem Vorsicht das Stichwort für den Moment. Der Bayrische Handballverband wird zwar erstmals den Spielbetrieb für drei Wochen aussetzen. Doch das Gaimersheimer „Wolfsrudel“ will weiterhin zusammenstehen. Dabei stehen für den Verein Gesundheit, Spaß und Sport stehen im Vordergrund. [DK]

 

 

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